Termine
13.04.2010 – 29.04.2010 (Di/Do)
05.10.2010 – 21.10.2010 (Di/Do)
03.05.2011 – 19.05.2011 (Di/Do)
11.10.2011 – 27.10.2011 (Di/Do)
Dauer
24 Unterrichtstunden
Dienstag und Donnerstag
17:45 – 21:00 Uhr
Preis
€ 360 inkl. Lehrmaterial
Seminarort
Nürnberg
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Zielgruppe
Architekten, Ingenieure, Techniker und Meister des Bau- und Baunebengewerbes
Facilitymanager, Hausverwalter, Immobilienmakler und -bewerter, werdende Bauherrn, „Geschädigte“ und alle, die dieses wichtige Thema vertieft interessiert.
Voraussetzungen
Bereitschaft, die Möglichkeit von negativen Auswirkungen der Technik anzuerkennen und sich unvoreingenommen diesem Thema zu stellen.
Hintergrund und Ziele
Kennenlernen möglicher baubiologischer Belastungen aus Wohnräumen. Am Ende des Seminars sollten die Teilnehmer in der Lage sein, mögliche baubiologische Belastungen von Neu- und Altbauten einzuschätzen und auf ihr Gesundheitsrisiko grob zu bewerten und zu beurteilen.
Wir sind einer Vielfalt von Belastungen ausgesetzt, die einzeln oder im Zusammenwirken der einzelnen Komponenten durchaus einen deutlichen Einfluss auf unseren Organismus haben können.
In den letzten Jahrzehnten ist die Summe dieser zusätzlichen Belastungen durch die moderne Technologie drastisch angestiegen.
Bis vor etwas über 100 Jahren gab es keinen elektrischen Strom. Heute haben wir eine unvorstellbare Menge elektrischer Leitungen und Geräte, eine ständig steigende Zahl an Sendeanlagen mit unterschiedlichsten Frequenzen. Dabei ist noch kein Ende abzusehen, ganz im Gegenteil, es werden täglich mehr, wie die stürmische Entwicklung der drahtlosen Kommunikation in den letzten 10 Jahren gezeigt hat.
Die Chemie bringt täglich neue Produkte hervor, die in Häusern, Möbeln, Lebensmitteln, Autos usw. eingesetzt werden. Ständig wird das Arsenal der schon millionenfach bestehenden chemischen Verbindungen erweitert.
Unsere Häuser und Wohnungen werden immer dichter, d.h. ein Austausch mit der Außenatmosphäre findet immer seltener statt. Gleichzeitig wird die Aufenthaltsdauer in geschlossenen Wohn- und Arbeitsräumen immer länger.
Noch nie gab es in der Geschichte der Menschheit eine derart rasante Veränderung der Lebensbedingungen wie in diesem Jahrhundert. Jahrmillionen hat der Mensch in einer natürlichen Umwelt gelebt und der Körper war mit diesen Bedingungen weitestgehend im Einklang. Jetzt werden dem Organismus in kürzester Zeit Anpassungsprozesse abverlangt, wie es in der Evolutionsgeschichte bisher einmalig ist. Es ist erstaunlich, wie wir dabei im Großen und Ganzen mit diesen zusätzlichen Belastungen fertig werden.
Es ist aber nicht zu übersehen, dass wir trotz immenser Aufwendungen im Gesundheitswesen ständig steigende Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben, deren Ursachen weitestgehend unbekannt sind. Bedrohlich steigt auch die Allergiequote fast täglich an.
Es ist also durchaus an der Zeit unsere technischen Errungenschaften auch einmal aus gesundheitlicher Sicht stärker zu durchleuchten. Diesen „biogenen“ Ansatz – also die Orientierung der Technik am Menschen – hat sich die Baubiologie auf die Fahnen geschrieben. In vielen Bereichen lässt sich die Uhr nicht mehr rückwärts drehen, umso wichtiger ist es, die Belastungen zu kennen, wo es geht zu vermeiden oder zumindest zu reduzieren.
Schwerpunkte
1. Geopathogene Zonen, Realität oder „Spinnerei“?
I Grundbegriffe
I I Wasseradern
I Verwerfungen
I Möglichkeiten des „objektiven“ Nachweises
I „Globalnetze und –gitter“
2. Niederfrequente elektrische und magnetische Felder
I Elektrische Felder, Grundlagen
I Magnetische Felder, Grundlagen
I Messsysteme und Messtechnik mit Vorführung
I Mögliche biologische Wirkungen
I Baubiologische Grenzwerte
I Möglichkeiten der Verringerung bzw. Vermeidung
3. Hochfrequente elektromagnetische Felder
I Geschichte der „Funktechnik“
I Definition und Entstehung von elektromagnetischen Feldern
I Messsysteme und Messtechnik mit Vorführung
I Mögliche biologische Wirkungen
I Baubiologische Grenzwerte
I I Möglichkeiten der Verringerung bzw. Vermeidung
4. Elektro- und magnetostatische Felder
I Elektrostatische Felder, Definition und Entstehung
I Erdmagnetfeld und deren Veränderung
I Messsysteme und Messtechnik mit Vorführung
I Mögliche biologische Wirkungen
I Baubiologische Grenzwerte
I Möglichkeiten der Verringerung bzw. Vermeidung
5. Mikrobiologische Belastungen
I Bildungsmechanismen von Schimmel und Bakterien
I Kriterien für das Wachstum von Mikroorganismen
I Identifikation von Wachstumsbegünstigenden Faktoren in Gebäuden (Beispiele)
I Messsysteme und Messtechnik mit Vorführung
I Mögliche biologische Wirkungen
I Baubiologische Grenzwerte
I Möglichkeiten der Verringerung bzw. Vermeidung
6. Chemikalien in Baustoffen und Wohnräumen
I Häufig anzutreffende „Wohngifte“
I Biozide, Insektizide, Fungizide, Herbizide … zide, wozu?
I Wirkungsmechanismen auf den menschlichen Körper
I Messsysteme und Messtechnik mit Vorführung
I Baubiologische Grenzwerte
I Möglichkeiten der Verringerung bzw. Vermeidung
7. Zusammenfassung und Überblick
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