Termine
Nürnberg
Herbst 2010
Teil 1:
20.09.2010 - 24.09.2010
Teil 2:
18.10.2010 - 22.10.2010
Teil 3:
22.11.2010 - 26.11.2010
Düsseldorf
Herbst 2010
Teil 1:
13.09.2010 - 17.09.2010
Teil 2:
08.11.2010 - 12.11.2010
Teil 3:
06.12.2010 - 10.12.2010
Dauer
15 Tage
(3 Blöcke a 5 Tage Vollzeit)
Preis
€ 1.980 inkl. Lehrmaterial
Seminarort
Düsseldorf, Nürnberg
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Abschluss
Teilnehmer, die am gesamten Kurs teilgenommen haben, erwerben bei Vorliegen der Qualifikationsvoraussetzungen die Berechtigung den Energieausweis entsprechend der Energieeinsparverordnung (EnEV) für bestehende Wohngebäude auszustellen und Modernisierungsempfehlungen auszusprechen.
Qualifikationsvoraussetzungen
Anforderungen entsprechend der EnEV § 21 und Begründung zu § 21 (Ausstellungsberechtigung für bestehende Gebäude)
Zielgruppe
Ingenieure aller Fachrichtungen, Architekten, staatlich geprüfte Bautechniker, staatlich geprüfte Heizungs-, Lüftungs- oder Klimatechniker, Meister für Bauwesen (Hochbau) und Meister Haustechnik
Ziele
Die Weiterbildung vermittelt die Kenntnisse, die zur Ausstellung eines Energieausweises für Wohngebäude notwendig sind.
Methoden
Vortrag, Fallarbeit, Arbeit mit Energieberatersoftware zur Erstellung eines Energieausweises auf Verbrauchsbasis
Schwerpunkte
Teil 1 - Grundlagen der Energieberatung
EnEV (Energiesparverordnung) und Energieausweis für Wohngebäude)
Umwelt und Energiewirtschaft
I Klimaproblematik
I Umweltbelastung
I Reserven, Ressourcen
I Fossile Energieträger, Kernenergie
I Regenerative Energieträger
I Primär-, Sekundär-, End- und Nutzenergie, Begriffe
Rechtliche, technische und physikalische Grundlagen
I Rechtliche Grundlagen
I Technische und physikalische Grundlagen
Softwareprogramme für Energieberatung für Wohngebäude
I Überblick Softwareprogramme
I Erfahrungswerte beim Einsatz
Fördermöglichkeiten
I Informationsüberblick von Fördermöglichkeiten für Maßnahmen zur Reduzierung des Energieeinsatzes
Aufbau einer Energieberatung
Teil 2 – Bautechnik, Bauphysik
Bautechnische Grundlagen
I Standortbedingungen für energiesparendes Bauen
I Einbeziehung der örtlichen Klimabedingungen
Ausrichtung und Gestaltung von Gebäuden
I Niedrigenergiehaus, Passivhaus, solares Bauen, klimagerechter Gebäudeentwurf
Baustoffkunde
I Baustoffe, Eigenschaften und Einsatzgebiete
I Grundsätzliche Konstruktionen für Wände, Fenster, Dach und Decken
I Wärmebrücken
I Wärmedämmstoffe und -systeme im Vergleich
Grundlagen des Wärme- und Feuchteschutzes
I Temperaturverlauf in Bauteilen
I Glaser-Diagramm
I Nutzereinfluss
I Wärmebrücken
Spezielle energierelevante Normen und Vorschriften
I DIN V 4108-6 (Wärmeschutz in Gebäuden), U-Wert-Berechnung
I Baulicher Feuchteschutz
I Dichtheit des Gebäudes
I DIN EN 12831 mit nationalem Anhang (Heizlastberechnung)
I Kühllastberechnung VDI 2078
Anwendungsbereiche in der Praxis
I Außen-, Innen- und Dachdämmung unter Berücksichtigung des Feuchte-, Schall- und des sommerlichen Wärmeschutzes
I ämmung an denkmalgeschützten Wohngebäuden (Innendämmung) unter Berücksichtigung der Wärmebrücken, insbes. der Anschlüsse der Fußböden, der Decken und Innenwände an die Außenwände
I Erfassung, Ausweisung, Berechnung und Vermeidung von Schwachstellen (Wärmebrücken, Lüftungswärmeverluste) unter Hinweis auf die Behaglichkeit durch Reduzierung von Zugluft und Fußkälte durch Sanierungsmaßnahmen
Teil 3 – Anlagentechnik – Technische Gebäudeausrüstung
I Grundlagen und Grundbegriffe
I Brennstoffe
I Kesselbauarten
I Wärmepumpen
I Elektro-Direktheizung
I Regelungstechnische Anforderungen
I Verbrennungstechnik Öl, Gas, Festbrennstoffe
I Wärmeverteilung und -übergabe
I Warmwasserbereitungsanlagen
I Anlagenbewertung anhand VDI 3808
I Ermittlung der Anlagenkennzahl (DIN 4701 T10)
I Ermittlung der Anlagenkennzahl im Bestand (DIN 4701 T11 (Gelbdruck))
I Raumlufttechnische Anlagen
I Solaranlagen zur WWB und Heizungsunterstützung
I Kraft-Wärmekoppelung (BHKW, Brennstoffzellen) Auslegung, Rahmenbedingungen
I Abgastechnik (FeuVo, 1. BimSchV etc)
I Erfassung, Berechnung und Ausweisung von Emissionsraten (CO2, NOx)
I Grundlagen TRGI, TRGF, TRBF
I Heizöltank, Gesetze und Rahmenbedingungen
I Heizungspumpen
I Photovoltaik
Teil 4 – Energieberatung in der Praxis
Bestandsaufnahme und Dokumentation des Gebäudes, der Baukonstruktion und der technischen Anlagen
I Ermittlung, Bewertung und Dokumentation der geometrischen und energetischen Kennwerte der Gebäudehülle einschließlich aller Einbauteile und der Wärmebrücken
I Bewertung der Luftdichtheit und Erkennen von Leckagen
I Ermittlung, Bewertung und Dokumentation der energetischen Kennwerte der haustechnischen Anlagen
I Beurteilung der Auswirkungen des Nutzerverhaltens, von Leerstand und Witterungseinflüssen
I Technischen Anlagekomponenten einschließlich deren Betriebseinstellung und Wartung auf den Energieverbrauch
Beurteilung der Gebäudehülle
I Ermittlung von Eingangs- und Berechnungsgrößen für die energetische Berechnung
I Wärmedurchgangskoeffizienten, Transmissionswärmeverlust, Lüftungswärmebedarf, nutzbare interne Wärmegewinne, nutzbare solare Wärmegewinne
I Durchführung der erforderlichen Berechnung nach DIN V 4108-6, vereinfachte Berechnungs- und Beurteilungsmethoden
I Berücksichtigung von Maßnahmen des sommerlichen Wärmeschutzes
I Kenntnisse über Blower-Door-Messungen und Ermittlung der Luftdichtheitsrate
Beurteilung von Heizungs- und Warmwasserbereitungsanlagen
I Detaillierte Beurteilung von Bestandteilen der Heizungsanlagen zur Wärmeerzeugung und Wärmespeicherung, Wärmeverteilungs- und Wärmeabgabesystem
I Beurteilung der Besonderheiten des Zusammenwirkens von Eigenschaften des Gebäudes
I Durchführung der Berechnungen nach DIN V 4701-10
I Beurteilung von Systemen der alternativen bzw. regenerativen Wärme- und Energieerzeugung
Beurteilung von Lüftungs- und Klimaanlagen
I Bewertung unterschiedlicher Arten von Lüftungs- und Klimaanlagen und deren Konstruktionsmerkmale
I Berücksichtigung des Brand und Schallschutzes für lüftungstechnische Anlagen
I Durchführung der Berechnungen nach DIN V 4701-10
Erbringung der Nachweise
I Kenntnisse der Anforderungen an Wohngebäude, Bauordnungsrecht (insb. Mindestwärmeschutz)
I Durchführung der Nachweise und Berechnungen des Jahres-Primärenergiebedarfs,
I Ermittlung des Energieverbrauchs und seine rechnerische Bewertung einschließlich der Witterungsbereinigung
I Ausstellung eines EnergieausweisesGrundlagen der Beurteilung von Modernisierungsempfehlungen einschließlich ihrer technischen Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit
I Erfahrungswerte zur Amortisations- und Wirtschaftlichkeitsberechnung für einzelne Bauteile und Anlagen
I Schätzung der Investitionskosten und der Kosteneinsparung
I Grundzüge der Vor- und Nachteile bestimmter Verbesserungsvorschläge unter Berücksichtigung bautechnischer und rechtlicher Rahmenbedingungen (z. B. bei Wechsel des Heizenergieträgers, Grenzbebauung, Grenzabstände) sowie aktueller Förderprogramme
I Berücksichtigung von tangierten bauphysikalischen und statisch-konstruktiven Einflüssen wie z. B. Wärmebrücken, Tauwasserfreiheit, Wasserdampftransport, Schimmelpilzbefall, notwendige Anschlussausführungen und Vorschläge für weitere Abdichtungsmaßnahmen
I Auswahl von Materialien zur Herstellung der Luftdichtheit (Verträglichkeit, Wirksamkeit, Dauerhaftigkeit)
I Auswirkungen der wärmschutztechnischen Maßnahmen auf den Schall- und Brandschutz
I Erstellung von erfahrungsgemäß wirtschaftlichen (rentablen), im Allgemeinen verwirklichungsfähigen Modernisierungsempfehlungen für kostengünstige Verbesserungen der energetischen Eigenschaften des Wohngebäudes
Teil 5 – Projektarbeit
Die Projektarbeiten, werden in Gruppen von 4 – 6 Teilnehmern bearbeitet. Die Projektarbeiten werden als Prüfungsergebnis bewertet. Die Teilnehmer erhalten praxisnahe Aufgaben mit folgender Zielstellung:
I Anwendung des erlernten Stoffes aus den vorangegangenen Modulen
I Erstellung einer Muster-Energieausweises mit Ausarbeitung eines beispielhaften Gutachtes anhand einer Aufgabenstellung, die alle relevanten Daten eines Wohngebäudes enthält.
I Erarbeitung und Durchführung einer Muster-Präsentation der Ergebnisse. |