Eingliederungsmanagement und Fehlzeitensenkung
Fehlzeiten kosten Geld! Unternehmen und Personalverantwortliche setzen sich deshalb sehr intensiv mit der Fehlzeitensenkung auseinander. In vielen Betrieben werden Maßnahmen zur Prävention (Arbeitsschutz, Gesundheitsprogramme) eingesetzt. Um den Krankenstand nachhaltig zu senken, setzen einige Unternehmen mit Erfolg auf Krankenrückkehrgespräche. Wir unterstützen Führungskräfte beim Fehlzeitenmanagement durch Qualifizierung und Einzelcoaching. Unsere langjährige Erfahrung zeigt, dass eine nachhaltige Prozessbegleitung eine viel positivere Wirkung auf die „Fehlzeitensenkung“ hat, als punktuelle Einzelseminare und sporadische Mitarbeitergespräche.
Ausgangssituation und Zielsetzung
Im Produktionsbereich eines unserer Kunden lag der Krankenstand der Mitarbeiter höher, als in den vergleichbaren Bereichen. Zwar führten einige Führungskräfte Krankenrückkehrgespräche, diese zeigten aber kaum sichtbare Erfolge. Die Wende zum Positiven brachte ein systematisches und unternehmenseinheitliches Programm zur Fehlzeitensenkung, das die Führungskräfte für den sicheren Umgang mit Fehlzeiten fit machte.
Vorbereitung
In dieser Phase entwickeln wir ein klares Bild der Ausgangssituation, sowie exakte Erfolgskriterien für das Qualifizierungsprogramm.
- Briefinggespräch mit Personalabteilung, ausgewählten Führungskräften und eventuell mit dem Betriebsrat zur Festlegung einer klaren Zielsetzung für das Programm
- Information aller Beteiligten in der Organisation über Zielsetzung und Vorgehensweise
- Klärung vorhandener Potenziale der betroffenen Führungskräfte im Themenbereich
- Entwicklung des Seminarkonzeptes und Abstimmung mit dem Kunden
- Einführungsveranstaltung mit der Geschäftsleitung und dem Betriebsrat

Pilotphase
In dieser Phase findet ein Pilotseminar und die ersten Krankenrückkehrgespräche in einem Unternehmensbereich statt, bevor das Programm in der Fläche umgesetzt wird.
Modul 1 - Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)
gemäß § 84 Abs. 2 SGB IX
Das Betriebliche Eingliederungsmanagement verfolgt das Ziel, im Unternehmen, mit den Akteuren und Strukturen, sowie unter Nutzung der dort gegebenen oder herstellbaren spezifischen Potenziale, Menschen gesund und arbeitsfähig zu halten. Im Seminar werden konkrete Fragen nach der praktischen und arbeitsrechtlichen Relevanz des BEM erläutert. Breiten Raum nimmt die Frage nach dem Zusammenhang zwischen krankheitsbedingter Kündigung und betrieblichem Eingliederungsmanagement ein.
- Teilnahmeverpflichtung des Mitarbeiters am Fehlzeitengespräch
- Vorlage von ärztlichen Attesten
• Kurzerkrankung
• Leistungseinschränkung
- Krankheitsbedingte Kündigung und betriebliches Eingliederungsmanagement
- Mitwirkungspflicht des Arbeitnehmers
- Negative Zukunftsprognose
• bei häufigen Kurzerkrankungen
• bei lang anhaltenden Erkrankungen
- Prozessuale Mitwirkungspflichten des Arbeitnehmers
- Interessenabwägung
- Außerordentliche krankheitsbedingte Kündigung bei tariflicher Unkündbarkeit
- Wiedereinstellungsanspruch
- Berechtigtes betriebliches Interesse gemäß § 1 Abs. 2 Satz 2 KschG bei Krankheitsanfälligkeit
Modul 2 - Krankenrückkehrgespräche (KRG) erfolgreich führen
Das Seminar dient dazu, Krankenrückkehrgespräche als wirksames Führungsinstrument im Unternehmen zu verankern. Es werden die Grundlagen für das KRG entwickelt. Die Führungskräfte werden sensibilisiert, in welchen Situationen das KRG zur nachhaltigen Gesundheitsförderung eingesetzt werden kann und lernen unter Berücksichtigung arbeitsrechtlicher Fragen, kritische Situationen zu meistern.
- Rolle und Verantwortung der Führungskräfte bei der Senkung der Fehlzeiten
- Reflexion betrieblicher Erfahrungen mit dem Thema „Krankenstand/ Fehlzeiten“
- Betriebliche Lösungsansätze (Arbeitssicherheit, Arbeitszufriedenheit)
- Krankenrückkehrgespräche und deren Ziele (Gesundheitsförderung, Verhaltenskontrolle)
- Das mitarbeiterorientierte Krankenrückkehrgespräch:
• Gezielte Ansprache der Fehlzeiten und des Anliegens, diese zu senken
• Mitarbeitermotivation und Stärkung der Mitarbeiter
• Persönliche und betriebliche Handlungsoptionen
• Umgang mit Emotionen
- Gesundheitsorientierte Führung
• Stress, Burnout, betriebliche Konflikte und deren Folgen auf die Mitarbeiter
- Spezielle Gesprächstechniken für typische Führungssituationen
Das gesamte Training wird stark durch die praxisorientierten Übungen geprägt, da für die Teilnehmer die Sicherheit in der Kommunikation die wichtigste Voraussetzung für den Praxistransfer ist.
Coaching
Begleitend zu den Trainings werden Coachings (telefonisch oder persönlich) angeboten, um Führungskräfte während der Umsetzungsphase individuell zu unterstützen und den Transfer zu erleichtern.
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