Die Innovation innovieren? Mit weniger mehr machen? Technologisch führen und organisatorisch ausgewogen bleiben? Immer wieder machen mittelständische und inhabergeführte Unternehmen den „Großen“ vor, wie Sachverstand, Mut und Konzentration der Mitarbeiter gefördert werden und auf diese Weise Erstaunliches hervorgebracht wird, wie Leadership aufgebaut und erhalten wird.
Entscheidend für die Innovationsfähigkeit ist der richtige Mix aus externen und internen Faktoren.
Externe Faktoren
- Technologie-Dynamik
- Markt-Dynamik
Interne Faktoren
- Strategie
- Strukturen und Prozesse
- Personalmanagement-Systeme
- Kultur
- Führung
Der achte, und mitunter entscheidende, Faktor ist die „richtige“ Kundenintegration.
Innovation verstehen wir dabei in einem „breiten“ Sinne
- Eine „Produkt-Innovation“ alleine ist durchaus denkbar. Sie kann um so erfolgreicher sein, wenn sie zum Beispiel auch logistisch oder preislich durchdacht und innovativ ist.
- Erfolgreiche neue Dienstleistungen gibt es viele, sie müssen auch in der Kundenwahrnehmung verankert werden (Marktkommunikation und Vertriebsstrategie: z.B. Twitter).
- Eine mittelmäßige, herkömmliche oder technisch simple Leistung kann durch die richtigen Prozesse herausragend werden (z.B. „My Hammer“).
Damit ist Innovation vor allem auch das Zusammenspiel der Kräfte im Unternehmen, von der Ideen-Generierung bis zum Ende des Lebenszyklus. Von der Service- bis zur Prozess-Innovation.
Projektbeispiel
Ein Projektbeispiel für die „doppelte Innovation“ ist die Einführung von strategischen Partnerschaften mit „Lieferanten“ für die Produktentwicklung und die Herstellung.
Bei einem internen Dienstleister für die Entwicklung spezieller Teile in der medizinischen Diagnostik, wuchsen Teile-Vielfalt und -Stückzahlen immens, als er statt für einen Unternehmensteil für das gesamte Unternehmen seine Entwicklungs-/Lieferleistungen erbringen musste.
Aus einer Analyse ging hervor, dass nahezu zwanzig verschiedene Zulieferer diverse Produkte und Prozesse bedienten, manchmal „nur“ produzierten oder „nur“ entwickelten, manchmal beides; manche für komplexe, andere für einfache Technologien; mal für das Massen-, mal für das Spezialitäten-Segment; immer im multi-funktionalen Raum vom Biologie, Chemie, Werkstofftechnik und Ingenieurwissenschaften.
Aus einer Bewertung mit den bisherigen Lieferanten wählten wir fünf künftige strategische Partner aus. Gemeinsam erarbeiteten wir in diversen Treffen die Regeln der Partnerschaft, welche Rechte und Pflichten bei allen Partnern liegen. Auch beim Kunden.
Kritisch war im besonderen, dass jeder Partner
- entwickeln und herstellen können musste oder doch zumindest bereit war, eine geringer ausgeprägte Fähigkeit auf Top-Niveau zu bringen
- bereit sein musste, seine Technologien mit den anderen Partnern zu teilen (um zu vermeiden, dass jeder sein Wissen selbst neu erarbeiten musste)
- die Kalkulationen weitgehend offen legen musste
- Maximal- und Minimal-Umsatzanteile vereinbaren musste, die nicht unter-/überschritten werden sollte
und dass
- die deutliche Mehrzahl der Produkte in Dual-Source vergeben wurde
Andererseits verpflichtete sich auch der Kunde, diese Zusagen seinerseits zu garantieren und verlässlich zu gestalten.
In der Gestaltung und Realisierung ging es um viele Verhandlungen, mit vielen Juristen. Vor allem aber auch um Vertrauensbildung.
Nach nunmehr zwei Jahren sind Klient und die fünf strategischen Partner weitgehend zufrieden. Sicher tauchen noch Meinungsverschiedenheiten auf. Sicher ist aber auch das Geschäft für die fünf stabiler und planbarer geworden, mithin Finanzierungen, Mitarbeiterentwicklung etc. zuverlässiger zu bewerkstelligen. Sicher ist auch die Effizienz in den Innovationsprozessen des Kunden erheblich gestiegen. Darüber hinaus ist der Innovationsgrad, den unser Kunde seinen internen Kunden anbietet, auch spürbar gestiegen.
Unsere Dienstleistungen
Neben der Beratung bei der Analyse, Soll-Beschreibung und Realisierung Ihrer künftigen Innovationsstrukturen bieten wir Ihnen gerne folgende Trainings und Coachings an:
- Fast Teams – Vorteile mit schlagkräftigen Teams
- Rulebreaker – gezielter Regelbruch für Erfolgreiche
- Innovationspartnerschaften (intern wie extern) – vom Freund/Feindverhalten zur Partnerschaft
- Ideation – Innovationen entdecken und realisieren
- Design for Six Sigma
- diverse Methodentrainings wie DoE, Root Cause Analysis, TRIZ etc.
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