Die Rolle des Betriebsrats bei der Qualifizierung

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Durch Weiterbildungskompetenz Zukunfts- und Innovationsfähigkeit sichern

Wir erleben eine immer dynamischere Arbeitswelt. Betriebsräte stehen in den Unternehmen vor großen Herausforderungen. Es gibt ganz viele Fragen von Seiten der Belegschaften. Und es gibt dafür keine trivialen Antworten.

Wie verändern sich Arbeitsplätze mit der zunehmenden Vernetzung durch Digitalisierung, durch Nutzung von Robotern in immer mehr Bereichen, den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Machine Learning und der weiteren Automatisierung? Wie können die Mitarbeiter mit diesen Entwicklungen Schritt halten? Welche Qualifikationen werden heute und künftig benötigt? Wie können Sie alle mitnehmen?

Mit §92 ff BetrVG haben Sie die Möglichkeit, eine aktive Rolle bei der Qualifizierung für den digitalen Wandel im Sinne der Beschäftigungssicherung und zukunftssichernden Qualifizierung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern auszufüllen.

Mit der Ausbildung wollen

  • wir Ihr Handlungsfeld als Betriebsrat im Rahmen der Digitalen Transformation näher beleuchten
  • Sie mit Methoden und Instrumenten zur Bestimmung des Qualifizierungsbedarfs und einer bedarfsgerechten Weiterbildung vertraut machen
  • wir Ihnen praktisches „Handwerkszeug" mitgeben, Ihre Rolle als Betriebsrat proaktiv und gestaltend auszufüllen

Die hierfür nötigen Kompetenzen erwerben Sie in unserer Ausbildung. Wichtig ist uns dabei vor allem auch die Umsetzung in praktisches Handeln. Deshalb erhalten Sie eine persönliche Praxisaufgabe, die Sie im letzten Modul „Transfersicherung" noch einmal präsentieren.

 

Zielgruppe

Betriebsräte, Personalräte, Ausbildungsleiter, Jugend- und Auszubildendenvertreter

Schulungsanspruch für den Betriebsrat

  • Die in diesem Seminar vermittelten Kenntnisse sind für den oben genannten Personenkreis gemäß § 37 Abs. 6 BetrVG erforderlich.

Schulungsanspruch für den Personalrat

  • Die in diesem Seminar vermittelten Kenntnisse sind für den oben genannten Personenkreis gemäß § 46 Abs. 6 i.V.m. § 44 Abs. 1 BPersVG erforderlich.

 

 



Ihr Nutzen

Im Rahmen der Ausbildung werden wir

  • Ihr Handlungsfeld und Ihre Möglichkeiten als Betriebsrat im Rahmen der strukturellen Veränderungen im Personalbedarf und der neuen Qualifikationsanforderungen an den Arbeitsplätzen näher beleuchten.
  • mit Ihnen gemeinsam praktisches „Handwerkszeug" für Ihre Arbeit entwickeln und erste Schritte in der Umsetzung gehen, um Ihre Rolle als Betriebsrat proaktiv und gestaltend auszufüllen.

Methoden

Trainerinput, Training im Plenum und in Teams, Feedback, Fallbeispiele, kollegiale Beratung.

Schwerpunkte

Modul 1 - Qualifizierungen als Handlungsfeld für den Betriebsrat (2 Tage)

Als Einstieg beschäftigen Sie sich in diesem Modul mit der Digitalen Transformation und den damit einhergehenden Veränderungen in der Arbeitswelt. Ausgehend von den Entwicklungstrends in den Märkten, Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodellen im Kontext der Digitalisierung werden die Folgen für die Arbeitswelt in den Blick genommen. Strukturelle Veränderungen im Personalbedarf und neue Qualifikationsanforderungen an den Arbeitsplätzen machen Qualifizierung zu einem zentralen Handlungsfeld der Betriebsräte.

Einstieg

  • Kennenlernen
  • Erwartungen
  • Teambuilding

Digitale Transformation

  • Digitale Transformation und disruptive Innovation
  • Märkte, Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodelle im Umbruch
  • Big Data und co. – Produkte und Leistungen in der digital vernetzten Welt
  • Flache Hierarchien und Agile – Unternehmensorganisation und Arbeitsformen werden neu gedacht

Wandel der Arbeit in der Digitalen Transformation

  • Arbeiten in der digitalen Welt
  • Folgen der Automatisierung
  • Aufgaben, Arbeitsteilung, Prozesse und Zusammenarbeit auf dem Prüfstand
  • Qualifikationsanforderungen am Arbeitsplatz
  • Neue Berufe und Jobprofile
  • Neuer Personalbedarf

Qualifikationsbedarf erkennen, planen und umsetzen

  • Qualifizierung als Handlungsfeld für Betriebsräte
  • Ziele und Strategien
  • Vorgehen

Definition Ihrer konkreten Praxisaufgabe aus Ihrem Arbeitsumfeld

 

Modul 2 - Methoden und Instrumente zur bedarfsgerechten Weiterbildung (2 Tage)

Im zweiten Modul erwerben Sie fachliche Kompetenzen zur Ermittlung des Qualifizierungsbedarfs und zur Konzeption bedarfsgerechter Weiterbildung, um die Mitarbeiter auf dem Weg in die neue Arbeitswelt zu unterstützen. Sie lernen verschiedene Methoden und Instrumentarien kennen und wenden diese gleich praktisch an.

Aus- und Weiterbildung als Basis für Innovationen

Veränderungen Arbeitsprozesse, Arbeitsplätze, Veränderungen der Anforderungen an Qualifikation

  • Instrumente

Was heißt bedarfsgerechte Weiterbildung im Unternehmen?

  • Instrumente zur Bedarfsanalyse
    Kennenlernen und Einschätzen/Beurteilen geeigneter Methoden und Tools
    Potenzialanalyse, Kompetenz-Modelle, Skill- und Kompetenzmanagement, Qualifizierungsmatrix, Mitarbeiter-Screening, Testverfahren, Assessment Center, Feedbackgespräche
  • Wofür soll qualifiziert werden?
  • Wer soll qualifiziert werden?
  • Anforderungen an die Mitarbeiter

Bedarfsgerechte Weiterbildung

  • Zielgruppenspezifisch
  • Arbeitsplatzbezogen

Wie kann der Betriebsrat die Mitarbeiter unterstützen?

Gestaltung zielgruppenorientierter Trainings und Workshops

Neue Lernformen beurteilen nach dem Nutzen und der Zielgruppe

  • Was ist für wen geeignet?
  • Training on the Job, Flipped classroom, Virtual Classroom, E-Learning

Zwischenstand zur Praxisaufgabe

 

Modul 3 - Der Betriebsrat als Bildungsakteur (2 Tage)

Im dritten Modul beschäftigen Sie sich damit, welche Möglichkeiten sich Ihnen mit dem Betriebsverfassungsgesetz und dem Personalvertretungsgesetz für eine aktiv gestaltende Rolle bei der Qualifizierung der Mitarbeiter in Ihren Unternehmen bieten und wie Sie diese Rolle ausfüllen können.

Rechtlicher Rahmen

  • Betriebsverfassungsgesetz, Personalvertretungsgesetz, Tarifvertrag Gesetz, Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen
  • Weitere gesetzliche Regelungen als Grundlage für Ihr Handeln im Sinne der Belegschaft: z. B. Berufsbildungsgesetz; Aufstiegsfortbildungsgesetz; Qualifizierungschancengesetz (neu seit 2019); etc.

Gesetzlicher Auftrag und Handlungsmöglichkeiten

  • Der Betriebsrat als Motor für Weiterbildung in Zusammenarbeit mit weiteren betrieblichen Akteuren
  • Informationsrecht, Vorschlagsrecht, Widerspruchsrecht
  • Betriebsvereinbarungen gestalten
  • Best Practice

Wie organisiere ich meine eigene Arbeit?

Wie agiere ich, wenn ich Informationsrecht, Vorschlagsrecht, Widerspruchsrecht bezogen auf Qualifizierung anwende?

  • Was heißt das?
  • Wie kann ich das anwenden/umsetzen?

Praxisbeispiele

  • Bildung eines Aus- und Weiterbildungsausschusses
  • Fragebogenerhebungen
  • Interviews mit der Belegschaft
  • Betriebsvereinbarungen

Transfer in den Arbeitsalltag

Zwischenstand der Praxisaufgabe

 

Modul 4 - Transfersicherung (1 Tag)

Vorstellung der Ergebnisse und Erfahrungen aus den Praxisaufgaben

  • Präsentation
  • Feedbackgespräche zwischen Teilnehmern und Kursleitung
  • Reflektion des Erlernten, Lessons Learned
  • Was konnte bereits in den Arbeitsalltag übernommen werden?
  • Best Practices

Planung weiterer Aktivitäten

 

Selbstorganisierte Peer Groups

Zwischen den Modulen treffen sich die Teilnehmenden in selbstorganisierten Peer Groups, um gemeinsam zu üben, Erfahrungen auszutauschen und die in den Modulen erlernten Inhalte zu vertiefen. Darüber entsteht eine Form der kollegialen Unterstützung, die über die Zeit der Ausbildung hinaus trägt.

Dauer

7 Tage

Termine

Nürnberg
25.06.2019 - 08.10.2019
  
inkl. Lehrmaterial, Mittagessen und Getränken
Durchführung garantiert!
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Ansprechpartner

Martin Walgenbach
Tel: +49 911 95117-547
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