Mediationsausbildung Teilnehmer­befragung

Rolf Billing, Abteilungsleiter in einem mittelständischen Unternehmen

Was hat Sie als Führungskraft motiviert, eine Mediationsausbildung zu machen?

Die Motivation kam nicht nur aus meiner Führungsaufgabe heraus, sondern auch aus großem persönlichem Interesse. Konflikte binden Zeit und Energie und helfen einem nicht seine Ziele zu erreichen bzw. gemeinsam das beste Ergebnis zu erzielen. Gerade auch in Zeiten von Personalabbau, geforderten Effizienzsteigerungen und Wettbewerbsdruck steigt die Anzahl der Konflikte in Unternehmen an. Mit einer meditativen Ausbildung kann man Mitarbeitern und Kollegen noch besser helfen Konflikte zu lösen und ggf. Blockaden aufzuheben. Wichtig hierbei ist, dass die Konfliktparteien selbst eine passende Lösung finden und die Entscheidungen oder „Lösungen“ nicht durch Machtausübungen des Vorgesetzten passieren.

Was hat sich für Sie in Ihrem Führungsalltag seither verändert?

Da ich mit meiner Ausbildung in den nächsten Tagen erst fertig werde, kann ich noch gar nicht von so vielen Veränderungen berichten. Als Führungskraft werde/wurde ich bei Kommunikationsthemen generell auch in der Vergangenheit von meinem Arbeitgeber sehr gefördert. Hierbei standen allerdings Themen wie „wie kann ich mich gut verkaufen bzw. wie kann ich meine Mitarbeiter überzeugen, mitnehmen oder positiv emotionalisieren“ im Vordergrund. Bei der Mediation liegt der Fokus jedoch auf andere Techniken und hierfür wurde ich (wieder) deutlich sensibilisiert. Es geht vor allem darum gut zuzuhören, die andere Denk- bzw. Sichtweise anzuerkennen und Personen dazu zu befähigen selbst an einer Lösung zu arbeiten.

Haben Sie dazu schon Feedback bekommen? Wenn ja, eher von Mitarbeitern oder anderen Führungskräften?

Im geschäftlichen Alltag habe ich bis jetzt noch kein Feedback bzgl. einer Veränderung meines Verhaltens bekommen, allerdings ist jeder mit dem ich mich darüber unterhalte das ich so eine Ausbildung mache sehr neugierig und positiv interessiert. Hierbei wird einem dann jedoch immer wieder bewusst, dass das Thema Mediation noch nicht wirklich angekommen und präsent ist.  In meinem sonstigen und privaten Umfeld ist es meinen Mitmenschen durchaus aufgefallen, dass ich mich in Konfliktsituationen konstruktiver verhalte bzw. den Dingen auch viel neutraler und wertfreier begegne. Die größten Veränderungen stellen wir derzeit noch untereinander in unserer Peer-Group fest. Hier haben sich alle Kursteilnehmer in den letzten 12 Monaten unheimlich weiterentwickelt.

Welche meditativen Elemente setzen Sie Ihrem Führungsalltag ein?

Generell ist mir Eigenverantwortung meiner Mitarbeiter wichtig. Ich kann durch meine Ausbildung meine Teammitglieder zu einer eigenen Konfliktlösung befähigen. Zudem werden auch die Themen Wertschätzung und gesunde Führung dadurch unterstützt, da durch mehr Kommunikation das kooperative Miteinander und die sozialen Beziehungen gefördert werden. Je mehr Individuen in einem Team wirken, desto mehr Herangehens-, Sichtweisen und Motive müssen unter einen Hut gebracht werden. Hierbei hilft mir die Ausbildung zum Mediator auf jeden Fall weiter.