Value Management Qualifizierung in 3 Modulen

Value Management (VM) nach EN 12 973 unterstützt den Anwender dabei, das Umfeld und die Randbedingungen positiv zu beeinflussen, um diese beiden Faktoren des Erfolgs gleichzeitig zu gestalten.
Die Methode Wertanalyse (WA) sichert die erforderliche ganzheitliche Lösungserarbeitung. Der WA-Arbeitsplan ist anwendungsneutral, denn er bildet in seinen 10 Grundschritten die logischen Denkschritte eines jeden Entwicklungsprozesses ab. Daher kann er für die Planung, Entwicklung und Optimierung von Produkten, Prozessen, Abläufen, Dienstleistungen und Hybriden aus diesen eingesetzt werden.

Zielgruppe

Führungskräfte, Produkt- oder Projektmanager, Produkt- oder Organisationsentwickler, Konstrukteure, Controller

Zertifizierung

Der erfolgreiche Abschluss aller drei, im Handbuch „Wert für Europa“ festgelegten Module – wird den Teilnehmer auf Wunsch mit dem Zertifikat „Wertanalytiker VDI“ bescheinigt. Nach zweijähriger aktiver VM/WA-Tätigkeit, der Leitung von mindestens zwei VM/WA-Projekten und der Erfüllung der durch das EGB (European Government Board) festgelegten Voraussetzungen kann beim NCB (Nationales Zertifizierungs Board) die persönliche, EU weit gültige Zertifizierung zum PVM (Professional in Value Management) beantragt werden. Diese Zertifizierung ist Voraussetzung für die Teilnahme an der weiterführenden Ausbildung zum TVM (Trainer in Value Management)

Teilnahmebedingung

Voraussetzung zur Teilnahme an allen VM /WA-Modulen ist eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein Hochschul- oder Fachhochschulabschluss. Erste Berufserfahrung ist empfehlenswert.

Value Management – Modul 1

Ziele

Die Teilnehmer wollen die Wertanalyse nutzen und sind in der Lage aktiv in VM-Projekten mitzuarbeiten.

Schwerpunkte

  • Grundlagen und Rahmenbedingungen von Wertanalyse und Value Management
    • Die 4 Systemelemente – Management, Verhaltensweisen, Methode, Umwelt
    • Randbedingungen für den erfolgreichen Einsatz
    • Erfolgreich mit Wertanalyse bearbeitete Aufgaben
  • Wertanalyse-Projektaufgaben auswählen und definieren
    • Auswahlkriterien für Wertanalyse-Projektaufgaben
    • Differenzierungsmerkmale zu anderen Lösungsentwicklungsmethoden
  • Den Kunden in das Projekt integrieren
    • Neues Produktverständnis – Kernprodukt, erweitertes Produkt
    • Kundenbedürfnisse und deren Wertigkeit
    • Übung an einem Beispiel aus der Praxis
  • Das Projekt in Wettbewerb und Unternehmen positionieren
    • Beitrag des Projektergebnisses zum Unternehmensergebnis
    • Chancen durch das Projektergebnis im Wettbewerb – USP’s
  • Definition benötigter Wirkungen und zulässiger Kosten
    • Funktionen-Analyse – Funktionen-Diagramm (Funktionenbaum)
    • Funktionen-Kosten-Analyse
    • Übung an einem Beispiel aus der Praxis
  • Ideen erarbeiten
    • Kreativitätsmethoden
    • Randbedingungen für deren erfolgreichen Einsatz
    • Vorgehen
  • Ideen bewerten – Die Lösung erarbeiten – Entscheidung herbeiführen
    • Ideen bewerten, zu Lösungsansätzen formen und diese priorisieren
    • Arbeitspakete zur Erarbeitung der Lösungsansätze definieren und controllbar machen
    • Die optimale Lösung auswählen und dokumentieren
  • Realisierung planen und den Weg zum Erfolg controllen
    • Die optimale Lösung präsentieren und Entscheidung herbeiführen
    • Realisierung im Detail planen und controllen
    • Lessons learned – Projekt und den Weg zum Erfolg dokumentieren
  • 10 Schritte zum Erfolg
    • Wertanalyse Arbeitsplan nach EN 12 973
    • Ergänzende Methoden und Werkzeuge
  • Praxisbeispiel

Value Management – Modul 2

Ziele

Die Teilnehmer sind in der Lage VM /WA-Projekte zu definieren, eigenverantwortlich zu moderieren und die erarbeiteten Ergebnisse dem Unternehmen zur Verfügung zustellen.

Vorausetzungen

  • Teilnahme am VM/WA Basis Seminar Modul 1 innerhalb der letzten 6 Jahre
  • Aktive Mitarbeit in mindestens zwei VM/WA-Projekten
  • Anfertigung einer VM/WA-Projekt-Studie, die dem Trainer spätestens 6 Wochen vor dem Modul 2 vorliegen muss
  • Kenntnisse bzw. Fähigkeiten in Kostenrechnung, Moderation, Kreativitätstechniken und Gruppenarbeit, die durch berufliche Ausbildung oder Belegung entsprechender Kurse erworben wurden
  • mindestens ein Jahr einschlägige Berufserfahrung

Schwerpunkte

  • Erfahrungen mit dem Einsatz von Wertanalyse
    • Individuelle Hausarbeit vorstellen
    • Positive und negative Aspekte aus der Anwendung aufzeigen
    • Handlungsbedarf im Hinblick auf den ergebnisorientierten Einsatz von in der Wertanalyse integrierten Methoden ableiten
    • Seminarschwerpunkte orientiert am Handlungsbedarf festlegen
  • Aufgaben, Rechte und Pflichten von an Wertanalyse-Projekten Beteiligten
    • Beteiligte und deren Aufgaben, Rechte und Pflichten
    • VM-Projekte definieren, planen, durchführen und controllen
    • VM-Projekte in die Unternehmensstrategie integrieren und zu anderen Projekten abgrenzen
  • Mit internen und externen Kunden effizient kommunizieren
    • Kundenbedürfnisse und deren Wertigkeit in Produktmerkmale umsetzen
    • Sinnvolle Methoden und Hilfsmittel
    • Übung an einem Beispiel aus der Praxis
  • Funktionen-Analyse gezielt einsetzen
    • Überprüfung des Wissensstandes über Funktionen-Analyse (Fallbeispiel)
    • Vertiefung der Kenntnisse über Funktionen, Funktionen-Kosten-Analyse
    • Einführung in die FAST – Funktionen Analyse System Technik
  • Teams ergebnisorientiert moderieren
    • Aus Spezialisten ein ergebnisorientiert arbeitendes Team formen
    • Konflikte erkennen und darstellen
    • Sitzungen ergebnisorientiert planen und gestalten
  • Ergebnisse bewerten, dokumentieren und verkaufen
    • Aus Kundenbedürfnissen Bewertungskriterien ableiten
    • Alternativen bewerten und die optimale Lösung entscheiden
  • Kontinuierliche Verbesserung von Ergebnissen und Erfolgen durch permanentes Lernen
    • Überprüfen der eigen Kenntnisse über VM /WA (Test)
    • Erarbeiten der persönlichen Umsetzungsstrategie des Erlernten
    • Wege die individuellen Kenntnisse und Fähigkeiten dem Unternehmen zur Verfügung zu stellen
  • Praxisbeispiel

Value Management – Modul 3

Ziele

Die Teilnehmer sind in der Lage VM/WA in ein Unternehmen einzuführen, die wertorientierte Geisteshaltung voranzutreiben, ein VM-Programm zu erstellen, die Umsetzung des VM Programms zu controllen und die erarbeiteten Ergebnisse dem Unternehmen zur Verfügung zustellen.

Voraussetzungen

  • Der Nachweis der erfolgreichen Bewältigung des Moduls 2 (Zeugnis)
  • Selbständige Bearbeitung /Leitung eines VM /WA-Projektes
  • Überarbeitung der im Modul 2 eingereichten und besprochenen VM/WA-Projektstudie. Diese muss dem Trainer spätestens 6 Wochen vor dem Modul 3 vorliegen
  • Kenntnisse bzw. Fähigkeiten in Kostenrechnung, Moderation, Kreativitätstechniken und Gruppenarbeit, die durch berufliche Ausbildung oder Belegung entsprechender Kurse erworben wurden

Schwerpunkte

  • Erfahrungen mit dem Einsatz von Wertanalyse
    • Individuelle Hausarbeit vorstellen
    • Positive und negative Aspekte der Anwendung von Wertanalyse und der integrierten Methoden
    • Handlungsbedarf in Hinblick auf Organisationsentwicklung ableiten
  • Funktionenanalyse an immateriellen Objekten
    • Funktionengliederung Value Manager/ Wertanalytiker
    • Überprüfung des Wissens- und Fähigkeitsstandes über Funktionen-Analyse
  • Value Management und ergebnisorientierte Teamarbeit
    • Einflussgrößen auf die Teamarbeit
    • Teamformung und Teamentwicklung
    • VM-Arbeit und Konflikte
  • Einführung von Value Management
    • Rahmenstruktur zur Einführung von Value Management
    • 4 Schlüsselkriterien und deren Einfluss auf potenzielle Ergebnisse
    • Organisation und Eingliederung des Value Managements
  • Ziele für Value Management Programme und Studien entwickeln
    • Zielentwicklung – Zielhierarchie, Zielvernetzung
  • Möglichkeit der Beeinflussung von VM-Ergebnissen durch Methodeneinsatz
    • Darstellung in der Praxis angewendeter Methode und Werkzeuge, Einsatzzeitpunkt, möglicher Vernetzung, Vor- und Nachteile
  • Potenzialanalyse – Vorbereitung bzw. Optimierung des Einsatzes von VM in einem Unternehmen
    • Grundlagen der Potenzialanalyse – Die Felder, Vorgehen, Erkenntnisse
    • Potentialanalyse erarbeiten
  • Kontinuierliche Verbesserung von Ergebnissen und Erfolgen durch permanentes Lernen
    • Präsentation und Diskussion der persönlichen Erfolgskontrolle im Plenum
    • Erarbeiten der persönlichen Umsetzungsstrategie des Erlernten
    • Wege die individuellen Kenntnisse und Fähigkeiten dem Unternehmen zur Verfügung stellen

Dauer

Jeweils 3 Tage
9.00 – 17:00 Uhr

Teilnehmerzahl

max. 10 Personen